Der Bau der Neustadt als Stadterweiterung östlich des Schwarze-Elster-Kanals ab den 60er Jahren war die Antwort auf ein massives Bevölkerungswachstum in Hoyerswerda.
Innovativer Kern des Reallabors ist die erstmalige Realisierung einer transformativen Prozessinfrastruktur mit den Kernelementen ECO-LINK und ECO-STATION
Hier könnten wir die Eco Station beschreiben.
Hier könnten wir die Eco Station beschreiben.
Die Stadt Hoyerswerda in der sächsischen Lausitz ist in besonderer Weise geeignet und auch gewillt, einen umfassend und langfristig angelegten Strukturwandel auf der methodisch-konzeptionellen Grundlage der Eco City Strategie einzuleiten.
Mit ihren ca. 70.000 Einwohnern war Hoyerswerda zur Boom-Zeit der DDR-Braunkohlenindustrie die größte und wichtigste Stadt im sächsischen Teil des Braunkohlenreviers Lausitz. Mit dem Niedergang der Kohle ist die Stadt seitdem um mehr als 50% auf heute ca. 30.000 EW geschrumpft und steht vor der Herausforderung eines umfassenden Strukturwandels.
Das im Jahre 2020 von der Bundesregierung Deutschland verabschiedeten Kohleausstiegsgesetz bietet mit seinen umfangreichen und langfristig angelegten Fördermöglichkeiten eine große Chance diesen Strukturwandel mit innovativen und zukunftsweisenden Lösungen anzugehen. Es wird sogar dazu aufgefordert, die Fördermöglichkeiten zu nutzen, um neue und auch unkonventionelle Wege für einen solchen Strukturwandel zu entwickeln und modellhaft für ähnliche Situationen in Deutschland und Europa zu erproben.
Der beabsichtigte Kohleausstieg bietet zusammen mit den von der Bundesregierung und dem Land Sachsen dazu beschlossenen Gesetzten und Förderprogrammen besonders geeignete Rahmenbedingungen für einen integrierten und ressortübergreifenden Strukturwandel in der Region Lausitz. Die Stadt Hoyerswerda ist zusammen mit ihrem Umland in besonderer Weise geeignet, in dieser Entwicklung eine modellhafte Vorreiterrolle einzunehmen. Sie ist die ehemals größte und wichtigste Stadt des sächsischen Kohlereviers Lausitz. Es wurden bereits zahlreiche modellhafte Einzelprojekte in der Stadt und ihrem Umfeld auf den Weg gebracht.
Mit der Eco City Strategie sollen ein langfristiger Rahmen und eine integrierende Zielsetzung für den gesamtstädtischen Strukturwandel in Hoyerswerda geschaffen werden, die auch die Region mit einbeziehen.
Der Bau der Neustadt als Stadterweiterung östlich des Schwarze-Elster-Kanals ab den 60er Jahren war die Antwort auf ein massives Bevölkerungswachstum in Hoyerswerda.
Zwischen 1956 und 1981 stieg die Zahl der Bewohnerinnen von etwa 10.000 auf etwa 70.000. Altstadt und Neustadt sind nie zusammengewachsen und bis heute städtebaulich getrennt.
Stadterweiterung 19./20. Jahrhundert
Historischer Stadtkern
B 96 und Kanal, trennende monofunktionale Infrastruktur
Neustadt - autogerecht-fossil geprägte Plattenbausiedlung - geplant als modelhafte sozialistische Zukunftsstadt
Industrie- und Gewerbeansiedlungen Kleingartengebiete
Seiner synergetischen klima-, und biodiversen Funktionen sowie siedlungsökologischen Kreislaufbeziehungen entleerter Landschaftsraum
Erholung und Tourismus "Scheibsee"
Strukturwandel kann nur dann erfolgreich sein, wenn er auch im Denken, Fühlen und Wollen der Menschen stattfindet. Die konsequente Einbeziehung aller Ebenen und Akteursgruppen der Stadtgesellschaft soll durch attraktive Rahmenbedingungen und Möglichkeitsräume für die Entwicklung und Erprobung auch ganz neuer Beteiligungsformate gefördert werden.
Um diesen mehr Sichtbarkeit zu verleihen, Synergieeffekte zu fördern und Multiplikatoreffekte auszulösen. Die Einzelprojekte werden zu erfahrbaren Bausteinen eines identitätsstiftenden und konsensfördernden Gesamtprozesses.
… zur Umsetzung der Energie-, Mobilitäts-, Bau-, Wohn- und Ernährungswende bis hin zu einer neuen Kreislaufwirtschaft. Das Gelingen hängt in hohem Maße von neuen und überzeugenden Kooperations- und Koproduktionsformaten zwischen den betroffenen Bürgern, der Wirtschaft und Verwaltung sowie teilweise weiteren Akteuren ab. Das bedeutet eine gewaltige Herausforderung, aber auch neue Tätigkeitsfelder und Arbeitsplätze.
Es ist davon auszugehen, dass die Umsetzung der erforderlichen Innovationen des ökologischen Stadtumbaus wie auch des Strukturwandels in bestimmten Fällen an rechtliche Grenzen stößt. Für diese Fälle sind geeignete Lösungen zu finden. Ziel der rechtlichen Begleitforschung ist, aus den Erfahrungen des Reallabors Vorschläge für die Anpassung des Rechtssystems an die Anforderungen des Strukturwandels und ökologischen Stadtumbaus zu entwickeln.
… durch neue regenerative Energien, Stoffkreisläufe und Wertschöpfungsketten sowie der Neugestaltung der ökologischen und sozialen Ausgleichsfunktionen. Besondere Schlüsselprojekte werden etwa über Lernrouten miteinander verbunden als Beitrag zu einer neuen Form von transformativem Tourismus im Lausitzrevier.
Monofunktional entkoppelte, den Klimawandel weiter anheizende Siedlungsstruktur
Strukturwandel kann nur dann erfolgreich sein, wenn er auch im Denken, Fühlen und Wollen der Menschen stattfindet. Die konsequente Einbeziehung aller Ebenen und Akteursgruppen der Stadtgesellschaft soll durch attraktive Rahmenbedingungen und Möglichkeitsräume für die Entwicklung und Erprobung auch ganz neuer Beteiligungsformate gefördert werden.
um diesen mehr Sichtbarkeit zu verleihen, Synergieeffekte zu fördern und Multiplikatoreffekte auszulösen. Die Einzelprojekte werden zu erfahrbaren Bausteinen eines identitätsstiftenden und konsensfördernden Gesamtprozesses.
zur Umsetzung der Energie-, Mobilitäts-, Bau-, Wohn- und Ernährungswende bis hin zu einer neuen Kreislaufwirtschaft. Das Gelingen hängt in hohem Maße von neuen und überzeugenden Kooperations- und Koproduktionsformaten zwischen den betroffenen Bürgern, der Wirtschaft und Verwaltung sowie teilweise weiteren Akteuren ab. Das bedeutet eine gewaltige Herausforderung, aber auch neue Tätigkeitsfelder und Arbeitsplätze.
durch neue regenerative Energien, Stoffkreisläufe und Wertschöpfungsketten sowie der Neugestaltung der ökologischen und sozialen Ausgleichsfunktionen. Besondere Schlüsselprojekte werden etwa über Lernrouten miteinander verbunden als Beitrag zu einer neuen Form von transformativem Tourismus im Lausitzrevier.
Die Gestaltung der transformativen Prozessinfrastruktur stellt dabei eine ganz besondere Herausforderung dar. Eco-Station und Eco-Link sollen in markanter Weise als neue städtebauliche Strukturelemente, als Lern-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte in den bestehenden Stadtorganismus integriert und sichtbar gemacht werden – auch zur Förderung eines neues transformativen Prozessdenkens in der Stadt- und Raumentwicklung.
Es ist davon auszugehen, dass die Umsetzung der erforderlichen Innovationen des ökologischen Stadtumbaus wie auch des Strukturwandels in bestimmten Fällen an rechtliche Grenzen stößt. Für diese Fälle sind geeignete Lösungen zu finden. Ziel der rechtlichen Begleitforschung ist, aus den Erfahrungen des Reallabors Vorschläge für die Anpassung des Rechtssystems an die Anforderungen des Strukturwandels und ökologischen Stadtumbaus zu entwickeln.
Mobilitätsstationen
Eco Station
Neustadt
Altstadt
Bahnhof
Freizeit-Quartier Scheibesee
Transvormative Projekte, Initativen In Umland/Region
Transvormative Projekte, Initativen In Umland/Region
Transvormative Projekte, Initativen in der Stadt
Industriepark Schwarze Pumpe
Innovativer Kern für den partizipativen Strukturwandel und Stadtumbau für einen partizipativen Strukturwandel und Stadtumbau – gebildet durch die Kernelemente ECO-LINK und ECO-STATION.
LEUCHTTURMPROJEKT für ökologisches und klimaaktives Bauen und Sanieren, grün-blaue Freiraumgestaltung
Der Eco-Link hat folgende drei Funktionen:

Der ECO-LINK ist die verbindende Ader der Eco City. Er verknüpft Quartiere, öffentliche Räume und Funktionsbereiche zu einem zusammenhängenden Stadtraum, der Austausch und Begegnung ermöglicht. Entlang dieser Achse entsteht Bewegung, Orientierung und Identität – sie macht Transformation im Alltag erfahrbar.
Die ECO-STATION ist das Herz der Infrastruktur. Hier laufen alle Energie- und Stoffkreisläufe zusammen: erneuerbare Quellen, Reparatur und Wiederverwendung, urbane Landwirtschaft und Forschung. Sie ist zugleich Technikzentrum, Lern- und Erlebnisort sowie Schaufenster des ökologischen Wandels.
Im Zusammenspiel bilden Eco-Link und Eco-Station eine lebendige Prozessinfrastruktur: Der Link hält die Stadt in Fluss, die Station verdichtet und demonstriert die Transformation. Zusammen schaffen sie ein System, das nicht nur funktioniert, sondern sichtbar, verständlich und sinnlich erfahrbar wird.
Der Eco-Link ist die Lebensader der Eco City und zugleich ein Weg für Vielfalt und Identität. Er verbindet Quartiere und öffentliche Räume und macht dabei vorhandene ökologische Initiativen sichtbar: Urban-Gardening-Flächen, Bienenstandorte, Gemeinschaftsprojekte oder kleine Energie-Initiativen werden entlang der Achse in den Stadtraum integriert und zu einem gemeinsamen Bild der Transformation verbunden. Dazu gehören auch Projekte zur Bau- und Wohnwende, zur Stadtbegrünung und klimagerechten Stadtgestaltung, zur Umstellung auf eine Repair- un d Kreislaufwirtschaft und vieles mehr.
Darüber hinaus trägt der Eco-Link neue Funktionen in die Stadt hinein. Er eröffnet Wege für nachhaltige Mobilität, die Fuß- und Radverkehr ebenso wie geteilte Verkehrsmittel einbezieht. Er wird zu einem Lernpfad, an dem Bildungsangebote, Workshops und öffentliche Wissensräume verankert sind. Er schafft Erfahrungsräume, in denen ökologische Prozesse anschaulich und sinnlich erfahrbar werden. Und er stärkt das lokale Gewerbe, indem Märkte, Werkstätten und kleine Betriebe entlang des Links mehr Sichtbarkeit und Teilhabe an der Stadterzählung gewinnen.
So entsteht eine Infrastruktur, die nicht nur Verbindungen schafft, sondern die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kräfte der Stadt in ihrer Vielfalt verstärkt. Der Eco-Link übersetzt Transformation in den Alltag und macht sie spürbar: als Bewegung, Begegnung und wachsende Stadtkultur, die neue Qualitäten hervorbringt und die Stadt lebenswerter macht.
EHEMALIGE „SCHULE AM / MIT PLANETARIUM“, NUKLEUS DER ECO-STATION
Treffpunkt mit Kaffee und Küche; Informations-, Kommunikations- und Monitoring- und Aktionszentrum für den Strukturwandel und Stadtumbau; zentrale Ideen- und Kontaktbörse; Seminar-, Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Makerräume für Bürger und Initiativen, Schulen und Bildungseinrichtungen, die Stadtverwaltung und die lokale und regionale Wirtschaft.
Ein Demonstrations- und Leuchtturmprojekt für klima- und zukunftsgerechtes Bauen und Umbauen.
DEMONSTRATIONS-, LEHR- UND LERNGÄRTEN
Für: Urban Gardening, Essbare Stadt, Permakultur; Verschönerung von Balkonen, Gärten, Nachbarschaften und Freiflächen; die Umnutzung nicht mehr erforderlicher Parkplatz- und Straßenflächen; neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Stärkung urbaner Biodiversität und Resilienz.
LERN- UND AKTIONSFELD WASSER
Erfahren, Lernen, Machen: urbane Wasserkreisläufe, Wasserbiotope; Wasser als Klima-, Gestaltungs- und Erlebniselement im Garten, in Nachbarschaft und Quartier; Schwammstadtkonzept als Starkregenschutz; Pflanzenkläranlagen und Nährstoffkreisläufe (u.a. Aquaponik, Terrapreta, Komposttoiletten).
VERTICAL FARMING
Erfahren, Lernen, Experimentieren zu dem spannenden Zukunftsthema einer neuen urbanen Nahrungsproduktion - in Verbindung mit lokalen Wasser- und Nährstoffkreisläufen.
STADTGÄRTNEREI / GARTENCENTER NEUEN TYPS
Hier gibt es nicht nur Pflanzen und Erde, sondern alles, was es braucht, um Anregungen und erlerntes Wissen von den Erfahrungs- und Lerngärten der ECO-STATION für eine attraktive Umgestaltung der eigenen Nachbarschaften und Stadtquartiere übertragen zu können.
ECO-KITA, ÖKOLOGISCHE ERLEBNIS- UND ERFAHRUNGSWELT FÜR KINDER
Spielend die Elemente, Gesetzmäßigkeiten und Sinnesqualitäten der Natur erfahren: Erde, Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere, Steine, halbwilde Zustände, Schönheit und Lebendigkeit, Jahreszeiten und unterschiedliche Naturzustände und Materialität, kindliche Selbstwirksamkeit beim Bauen, Pflanzen, Plantschen, Entdecken - allein und gemeinsam.
KUNST – KULTUR - ÄSTHETIK
Mitmach- und Lernwerkstätten, Freilichtbühne, Flächen für Veranstaltungen und Aktionen, die von hier aus auf andere Flächen der ECO-STATION, des Umfeldes und die Nachbarschaften und Quartiere der Stadt ausstrahlen können.
BESTEHENDER ALDI-MARKT
In Kombination mit der ECO-STATION ein wichtiger Magnet und Anziehungspunkt für viele Bewohner aus allen Teilen der Stadt und des Umlandes – für ALDI ein Pilot um neue Wege zu erproben.
REGIONALMARKT, REGIONALE TRANSFORMATIONS- UND KREISLAUFBÖRSE
Direktvermarktung von Nahrungsmitteln und anderen Produkten und Dienstleistungen aus Umland und Region - auch in den Bereichen Wohnen und Ko-Wohnen, Freizeit und Tourismus; Wiederentdeckung von Umland und Region als Erlebnis-, Erfahrungs- und Lernraum für Klimawandel, Biodiversität, Energiewende, neue Kreislaufwirtschaft, als Aktions- und Eventraum.
TAUSCH- UND REPAIRZENTRUM, BAUTEILBÖRSE
mit Informationszentrum Kreislaufwirtschaft (Umnutzung eines geeigneten Bestandsgebäudes in guter Anbindung an ECO-STATION oder ECO-LINK)
FAHRRADSTATION/ -WERKSTATT
Fahrradwerkstatt, Info-Zentrum zur Mobilitätswende, Angebote von einschlägigen Produkten und Dienstleistungen (zu prüfen ist eine Integration in eines der benachbarten Bestandsgebäude)
HAUS FÜR DIE ENERGIE- UND BAUWENDE
Repräsentanzen von Branchen und Firmen der lokalen und regionalen Wirtschaft; u.a. Büros, Demonstrationsflächen, Werkstätten.
ÖKOLOGISCHER BAUMARKT
mit nachhaltigen und gesunden Baustoffen und Bauteilen an geeignetem Standort in guter Erreichbarkeit ECO-STATION oder ECO-LINK.
REPRÄSENTANZEN WEITERER TRANSFORMATIVER BRANCHEN UND GEWERBEBETRIEBE AUS DER STADT UND REGION.
BAHNHOF NEUSTADT MIT MOBILITÄTSSTATION
VERBINDUNG von ECO-STATION und ECO-LINK - dem HERZEN und der SCHLAGADER des ganzheitlich und langfristig ausgerichteten Strukturwandels von Hoyerswerda und seinem Umland.
Die Eco-Station ist das Herz der Eco-City und zeigt beispielhaft, wie Stadt und Region den Weg in eine nachhaltige Zukunft gehen können. Sie bündelt zentrale Funktionen des Strukturwandels: von Urban Gardening, Lern- und Wassergärten bis hin zu Vertical Farming und einer ökologischen Kita. Hier entstehen Räume, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene Natur erfahren, Kreislaufwirtschaft erleben und neue Formen der Ernährung, Energie- und Ressourcennutzung praktisch ausprobieren können. Die ästhetische Gestaltung der Räume spielt eine Schlüsselrolle, weil sie die Wahrnehmung und Akzeptanz des Wandels unmittelbar beeinflusst.
Gleichzeitig ist die Eco-Station ein Ort der Begegnung für Bürger, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Politik. Repair-Center, regionale Märkte und Werkstätten verbinden ökologische Innovation mit alltäglichen Bedürfnissen und geben lokalen Betrieben neue Sichtbarkeit. Ergänzt wird dies durch Kulturflächen, einen ökologischen Baumarkt und Mobilitätsangebote, die die Eco-Station über die Stadt hinausstrahlen lassen.
Die vorgesehenen Kultur- und Veranstaltungsflächen sind Katalysatoren, die über die Station hinaus in Quartiere und Nachbarschaften wirken. Konzerte, Theater, Workshops oder Festivals schaffen Anlässe für Begegnung und stärken die Identität der Stadt im Wandel.
So wird die Eco-Station zur Schaltstelle zwischen Mensch, Technik, Kunst und Natur, ein Lern- und Erlebnisort, der Transformation anschaulich macht und neue Stadtqualität schafft.
Meilensteine für die enkeltaugliche Zukunft von Hoyerswerda.
Die Idee zur Eco City entstand 2021 auf Einladung des Oberbürgermeisters Torsten Ruban-Zeh, der Prof. Ekhart Hahn und weitere Experten ins Rathaus holte. Ziel war, Hoyerswerda zur Modellstadt des Strukturwandels zu machen. 2022 wurde das Projekt der Bundesbauministerin Klara Geywitz vorgestellt, die das große Potential bestätigte. Auch das Kompetenzzentrum Regionalentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wurde eingebunden.
2023 folgten erfolgreiche Präsentationen vor Stadtgesellschaft, Stadtrat und Landesregierung, die das Konzept breit unterstützten. Trotz grosser Resonanz gelang es jedoch nicht, die Bevölkerung von Beginn an systematisch einzubinden. 2024 bestätigten die zuständigen Spitzenbeamten die Förderfähigkeit bis 2038, empfahlen jedoch eine Zusammenführung mit bestehenden STARK-Projekten. Diese Zusammenführung wurde von der Stadtverwaltung überraschend abgelehnt, ein Bruch mit der bis dahin erfolgreichen Entwicklung. Damit ist eine starke Ausgangsbasis geschaffen, das Fundament steht. Nun gilt es, den begonnenen Weg konsequent fortzuführen.
Zeitleiste
Ein Blueprint für eine enkeltaugliche Stadtentwicklung weit über Hoyerswerda hinaus
Das Projekt Eco City Lausitz-Hoyerswerda hat in kurzer Zeit bemerkenswerte Erfolge erzielt: Von der Initiative des Oberbürgermeisters 2021 über die Unterstützung durch Bundesbauministerin Klara Geywitz, das Kompetenzzentrum Regionalentwicklung und offizielle Gremien der Stadtgesellschaft bis hin zur Rückendeckung durch lokale Bürgerinitiativen. 2024 wurde zudem die Förderfähigkeit durch Bund und Land bestätigt. Damit ist klar: Die Idee besitzt Strahlkraft weit über die Region hinaus.
Die fehlende frühe Einbindung der Bevölkerung und die überraschende Absage der Stadtverwaltung hat den Fortgang zunächst gestoppt, doch das Fundament ist gelegt.
Das Projektergebnis: Hoyerswerda zeigt, wie sich Vision, Politik und Fachkompetenz verbinden lassen, um eine Stadt der Zukunft zu gestalten. Dieses Modell kann als Blueprint dienen für andere nationale und internationale Städte, die vor ähnlichen Strukturwandel- und Transformationsaufgaben stehen.

Thomas Steininger im Gespräch mit Ekhart Hahn Ekart Hahn ist ein renommierter Architekt und Städtebauer. In Hoyerswerda in der Lausitz ist er dabei, ein städtebauliches Großprojekt zu verwirklichen, dass nicht

Ekhart Hahn hielt einen Vortrag an der FU Berlin am 13.10.2024 und es ging um… Ekhart Hahn ist einer der Pioniere des Ökologischen Städtebaus und Stadtumbaus. Seit 1975 stehen diese
Wahnsinnspläne für die alte Militärstadt – eine Bilanz
Hören oder Lesen Sie in diesem Beitrag wie “Deutschlandfunk Kultur” die Geschichte, Gegenwart und mögliche Zukunft der Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf unter die Lupe nimmt.
Eco City Wünsdorf – Geplante Stadt der Selbstversorger
Deutschlandfunk Kultur hat Wünsdorf einen Besuch abgestattet und mit Menschen vor Ort und dem Projektinitiator über die Idee und den aktuellen Stand der Eco-City Wünsdorf gesprochen.
Visionär des städtischen Umbaus
Unterwegs auf einem Frachter sah er als junger Mann die halbe Welt; später wurde er Extremsegler. Die Studie des Club of Rome ließ den Architekten Ekhart Hahn umdenken: Bis heute engagiert er sich für ökologischen Siedlungsbau – eine Mammutaufgabe.